Nach Veröffentlichung des Bistums Aachen: (Mutmaßliche) Täter auch im Bund der Deutschen Katholischen Jugend 

18. Oktober 2023

Triggerwarnung: Dieser Text enthält Beschreibungen, die belastend und traumatisch sein können. Bitte lies mit Vorsicht und achte auf deine eigenen emotionalen Grenzen und Bedürfnisse. Es ist in Ordnung, diesen Text nicht weiterzulesen, wenn du dich dadurch überfordert oder getriggert fühlst. Deine Gesundheit und Sicherheit stehen an erster Stelle. Für Anfragen stehen beim BDKJ Diözesanverband Elodie Scholten, Vorsitzende (49 178 659 5370) und unsere Präventionsfachkraft Klara Mies (+49 152 55 20 27 64) zur Verfügung. Externe Fachberatungsstellen zu sexualisierter Gewalt sind auf https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/

AKTUALISIERUNG: Nach der Veröffentlichung haben sich neue Informationen ergeben. Wir haben Hinweise auf Fälle in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit. Wir haben diesbezüglich um weitere Informationen gebeten und werden sie zeitnah an dieser Stelle veröffentlichen.

Hinweise auf Fälle in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit

Das Bistum Aachen hat am 18. Oktober 2023 die Namen von 53 (mutmaßlichen) Tätern sexualisierter Gewalt veröffentlicht. Darunter befand sich auch Ulrich Thomaßen, welcher von 1974 bis 1976 Diözesanvorsitzender im Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Diözesanverband Aachen war. Derzeit wird geprüft welche der anderen (mutmaßlichen) Täter in den Jugendverbänden des BDKJ‘s aktiv waren.

Ulrich Thomaßen war von 1976 bis 1980 Diözesanvorsitzender des KjG Diözesanverband Aachen und von 1978 bis 1986 Mitglied der KjG Bundesleitung. Im Jahre 2008 ist er verstorben. Bislang hat der BDKJ Aachen keine Hinweise über Fälle im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit in den Kinder- und Jugendverbänden. Die vom Bistum benannten Taten lagen vor seiner Tätigkeit beim BDKJ und der Katholischen Junge Gemeinde (KjG).

Elodie Scholten, Vorsitzende des BDKJ Diözesanverband Aachen erklärt dazu: „Wir bedauern sehr, dass unsere Strukturen einen Raum für Täter*innen sexualisierter Gewalt geboten haben. Jugendverbandsarbeit sollte ein sicherer Ort für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sein. Wir sind in Gedanken bei allen Betroffenen sexualisierter Gewalt. Wir möchten Betroffene, aber auch alle weiteren Personen ermutigen, sich mit Erfahrungen, Gesprächsbedarfen, Hinweisen und Anfragen zu melden und entsprechende (interne und externe) Kontaktstellen zu nutzen. Uns ist es wichtig, transparent mit dieser Situation umgehen. Wir haben notwendige Schritte für eine Aufklärung und Aufarbeitung im BDKJ-Diözesanverband in die Wege geleitet und nehmen weitere Prüfungen im Archiv vor.“

Für Anfragen stehen beim BDKJ Diözesanverband Elodie Scholten, Vorsitzende (49 178 659 5370) und unsere Präventionsfachkraft Klara Mies (+49 152 55 20 27 64) zur Verfügung.

Für Menschen, die über eine Situation oder einen Vorfall im Jugendverband sprechen wollen, hat der BDKJ Aachen eine unabhängige Ansprechperson: Dr. Annette Jantzen. +49 (0) 160 403 26 55, aj@annette-jantzen.de

Das Bistum Aachen hat eine Hotline und ein Onlineportal für Betroffene, Angehörige und Zeug*innen eingerichtet: 0241 452-225 und www.missbrauch-melden.de

Menschen die von sexualisierter Gewalt betroffen sind können sich auch an die unabhängigen Ansprechpersonen des Bistum Aachen wenden (https://www.bistum-aachen.de/Aufarbeitung/hilfe-beratung/ansprechpersonen/). Diese unterstützen auch bei Anträgen zu einer Anerkennung des Leids.

Externe Fachberatungsstellen zu sexualisierter Gewalt sind auf https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/ der unabhängigen Beauftragten für Fragen des Sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung zu finden.

Foto: Larm Rmah / via unsplash