Die kirchliche Sexuallehre – Wie mit ihr umgehen?

Die Ergebnisse der MHG-Studie, die die sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige in Deutschland untersucht hat und im letzten Jahr veröffentlicht wurde, haben Erschütterung in unserer Gesellschaft ausgelöst. Sehr schnell war klar, dass die katholische Kirche massive Baustellen hat. Eine große Baustelle ist dabei die Haltung der Kirche gegenüber Sexualität. Und natürlich die daraus entstandene kirchliche Sexuallehre. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf.

Großer Handlungsbedarf erkannt

Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen kennen die Sexuallehre der Kirche. Eine Umfrage des BDKJs im Jahr 2013 ergab jedoch, dass die kirchliche Sexualmoral für neun von zehn katholischen Jugendlichen keine Rolle mehr spielt.

Auch die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) findet klare Worte. Sie sagt: „Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezipiert“[1]. Im Rahmen ihres synodalen Weges hat die DBK deshalb ein eigenes Forum für das Thema „Sexualmoral“ angesetzt.

Das macht eines sehr deutlich. Die Kluft zwischen kirchlicher, lehramtlicher Position und der Lebenswirklichkeit von jungen Menschen ist riesig. Daher ist es uns ein Anliegen, einen Dialog zwischen der Kirche und jungen Menschen ins Rollen zu bringen.

Argumentationshilfe zum Umang mit der kirchlichen Sexuallehre

Mit der Argumentationshilfe „Liebt einander!“ wollen wir jungen Menschen Informationen an die Hand geben, wie sie ihre Entscheidungen weiterhin vertreten und vor allem begründen können.
Insbesondere schauen wir auf die Themen Homosexualität, Sex vor der Ehe und künstliche Empfängnisverhütung.
Wir zeigen auf, welche Postition die katholische Kirche vertritt. Und welche Sichtweise wir auf das Thema haben.

Argumentationshilfe zum Umgang mit der kirchlichen Sexuallehre (PDF)

[1] https://dbk.de/themen/der-synodale-weg/, Stand: 29.08.2019